Büroausflug 2025
France 3.0: METZ – eine Stadt zwischen Geschichte, Moderne und Genuss…
Nur 2 ¼ Stunden entfernt, in einem wasserreichen Gebiet, Altes mit Neuem vereint, (…) – mit dem spannenden Quiz „Wo geht die Reise hin?“ begann unsere Vorfreude auf den diesjährigen Büroausflug à la humbertarchitekt vom 10.10. bis 11.10.2025. An fünf aufeinander folgenden Tagen bekamen wir von den Chefs Tipps für das mögliche Ausflugsziel. Unser Flo knackte die Nuss: Wir fahren nach Metz!
Gestartet sind wir gegen 7:30 Uhr: die Chefin mit dem Frauen-Power-Team (Alex, Ursula, Sabine) vom Büroparkplatz aus, der Chef mit dem leeren 9-Sitzer Bus und der Aufgabe Kasia, Sascha und Peter einzusammeln, um schließlich auf dem Mitfahrerparkplatz unter der Ortseinfahrtbrücke in Birkweiler die restlichen drei Mitfahrer (Otto, Flo, Philip) aufzusammeln. Der Tag begann entspannt, bei gutem Wetter und bester Laune, und es wäre noch schöner gewesen, wenn unser Thomas, der krankheitsbedingt kurzfristig ausfiel, auch hätte dabei sein können. 😟
Gut im Zeitplan, entschieden wir uns kurzerhand gegen 10:00 Uhr auf einem Parkplatz eine kleine Frühstückspause einzulegen. Die frische Luft, der Duft des selbstgekochten Kaffees der Chefin und die leckeren Brezeln und Kaffeestückchen von unserem Lieblingsbäcker in Schwegenheim, eigens vom Chef abgeholt, waren genau das, was wir brauchten…
Um 11:00 Uhr wartete der erste Programmpunkt auf uns - die Architekturführung durch das Centre Pompidou-Metz. Den hätten wir - eigentlich - pünktlich erreicht, wenn nicht die verflixte Parkplatzsuche gewesen wäre: Während das Volvo-Team relativ schnell fündig war, erwies sich das mit dem recht breiten und vor allem 2,60 m hohen 9-Sitzer Bus alles andere als einfach… Nach mehreren Runden, inkl. versehentlichem Durchfahren einer ausschließlich für Taxis und Busse ausgewiesenen Straße, fand das Bus-Team aber auch einen geeigneten Parkplatz.
Trotz Verspätung wurden wir von unserem Museum-Guide-Girl - einer jungen Studentin (keiner Architektin 😉) herzlich empfangen. Mit ihrer sympathischen Art und einem charmanten französischen Akzent stellte sie uns das Centre Pompidou-Metz als Museum für moderne und zeitgenössische Kunst vor, welches im Jahr 2010 als Schwesterinstitution des Centre Pompidou in Paris eröffnet wurde. Der Entwurf des Gebäudes stammt von den Architekten Shigeru Ban und Jean de Gastines und zeichnet sich durch seine innovative, biomorphe Struktur aus, die von einem chinesischen Strohhut inspiriert ist. Die Dachkonstruktion besteht aus einer Holzstruktur (Lärche und Fichte aus Deutschland!), die mit einer wasserdichten Membran bedeckt ist. Die 77 Meter hohe Turmspitze ist eine Anspielung auf das Jahr 1977, in dem das Centre Pompidou-Paris eröffnet wurde. Das Museum beherbergt drei Ausstellungsgalerien, deren Vielfalt und Wandelbarkeit Raum für Erfindungsreichtum und Überraschungen bieten. Durch den aktuellen Umbau des Centre Pompidou in Paris wurden einige Werke nach Metz ausgelagert und sogar durch einige Kunstwerke aus dem Louvre ergänzt – was hatten wir Glück! Ein besonderes visionäres Erlebnis war für uns das Paper Tube Studio (PTS) von Shigeru Ban im Südgarten: Dieses halbrunde, wabenförmige Gebäude mit innovativer Einrichtung aus recycelbaren Materialien wie Papier- oder Pappröhren stand während der gesamten Entstehungsphase des Museums auf den Dächern des Centre Pompidou in Paris und beherbergt heutzutage viele kreative Workshops.
Der zweite Programmpunkt - die Kathedrale Saint-Étienne (Stephansdom) in der Altstadt von Metz – ist vom Centre Pompidou aus gut zu Fuß erreichbar. Während das Volvo-Team mit dem Auto ins Zentrum fuhr, um später die geplanten Einkäufe vom Marché Couvert einzuladen, schlenderte der Rest des Teams durch die Innenstadt und entdeckte ihre malerische Architektur. Mehr oder weniger spontan entschieden wir uns gegen 13:30 Uhr auf dem Place St. Jacques eine kurze Mittagspause im Café Grims einzulegen. Bei leckeren Flammkuchen, französischem Rotwein, einheimischem Bier Grimbergen und rundherum toller Atmosphäre des Lokals tauschten wir die ersten Eindrücke des Tages aus und freuten uns auf das, was noch kommt.
Und es kam und hinterließ einen großen Eindruck: die Kathedrale Saint-Étienne in Metz, die als eine der beeindruckendsten gotischen Kirchen Frankreichs gilt. Sie wurde im Zeitraum von 1220 bis 1522 aus dem für die Region typischen Kalkstein aus Jaumont erbaut und ist das Ergebnis der Verbindung zwei verschiedener Kirchen. Mit dem 42 m hohen Gewölbe ist die Kathedrale eines der größten gotischen Gebäude Europas. Den Beinamen „Laterne Gottes“ verdankt sie der Glasfensterfläche von rund 6500 m². Die bekannteste Glasmalerei stammt vom Impressionisten Marc Chagall. Auch architektonisch setzt die Kathedrale Maßstäbe: Das filigrane Strebewerk und das imposante Eingangsportal sind meisterhafte Beispiele gotischer Baukunst. Wir alle waren sehr begeistert von diesem außergewöhnlichen Bauwerk und seiner immensen Ausstrahlung.
Und schon ging es weiter: Gleich neben der Kathedrale eilten wir in den Marché Couvert, eine Markthalle aus dem 18. Jahrhundert, um frische Produkte fürs Abendessen und Frühstück zu besorgen. Die Koch-Teams wurden bereits vor dem Ausflug gebildet, hatten Rezepte ausgesucht und Einkaufslisten erstellt. In der Halle erwartete uns eine riesengroße Auswahl an Fleisch, Fisch, Wurst, Käse, Obst und Gemüse (nicht ohne Grund zählt sie zu den besten Frankreichs!) und so dauerte es doch etwas länger, bis wir alle kulinarischen Schätze beisammen hatten… Nachdem wir mehr oder weniger halb schwitzend den 2,62 m hohen Bus durch die zwei mit 2,60 m beschilderten Tunnels aus der Metz-City heil herausgebracht hatten, erledigten wir die restlichen Einkäufe inkl. Getränke (damit sich auch Sascha in seiner Funktion als Getränkebeauftragter bewähren konnte) auf dem Weg in unsere Unterkunft in einem Carrefour. Und so standen am Ende 11 Männlein und Weiblein im humbertarchitekt-Outfit mit drei (oder waren‘s vier?) übervollen Einkaufswägen an der Carrefour-Kasse – da wurden einige belustigte Blicke zwischen den Kassiererinnen und manchen anderen Kunden getauscht. 😉
Mit einer kleinen zeitlichen Verzögerung und vollgeladenen Fahrzeugen kamen wir gegen 19:00 Uhr in unserer 26 km von Metz entfernten Unterkunft in Raville an. Hier empfing uns der freundliche Vermieter Michel und ein gemütliches Kaminfeuer loderte bereits in der großen Wohnküche, einem ehemaligen Stall – was für eine herzliche Begrüßung! Nach kurzer Einweisung und Zuteilung der Zimmer (die liebevoll, entsprechend ihren Namen wie „Schmetterling“, „Elefant“ oder „Eule“, eingerichtet waren) und einem erfrischenden Wermut-Aperitif à la Sabine war keiner mehr zu bremsen: Die Einkäufe wurden sortiert, die Kochteams sprachen die einzelnen Kochschritte ab und schon ging es los! Getrieben von Ehrgeiz, viel Freude am Kochen und nicht zuletzt großen Hunger entstand ein 5-Gänge-Menü. Dabei standen – wie letztes Jahr - Teamgeist und Teamwork im Vordergrund: Ursula und Alex waren mit ihrer Vorspeise – Quiche Lorraine und Salat - als erste gefordert. Parallel liefen Vorbereitungen für die Zwischengänge, den Hauptgang und das Dessert: Sabine marinierte Jakobsmuscheln und bereitete Ofengemüse nach Ratatouille-Art zu, Peter kümmerte sich um Sardinen und Pulpo, Otto portionierte Lammkarrees und salzte großzügig Kartoffeln 😉. Flo maß konzentriert die Zutaten für den Crêpes-Teig ab, Philip filetierte Orangen und Kasia bereitete Schokosoße à la Grand Marnier zu… Sascha, der im Vordergrund jeden mit Getränken versorgte und Whiskey Sour für später mixte, war sich nicht zu schade, um mit seiner Handy-Taschenlampe im Garten nach Kräutern zu suchen. Philip konnte aus dem Nachtisch-Team entbehrt werden und zauberte – wie im Jahr zuvor – seine aromatische Kräuterbutter. Eva & Michael waren unsere Joker, die auch zum Einsatz kamen: Eva kümmerte sich ums Eindecken der Abendtafel (im wahrsten Sinne des Wortes) und Michael bewies sich nicht nur als guter Beobachter, der mit seinem Fotoapparat die Augenblicke festhielt, sondern auch als geschickter Helfer bei Sardinen ausnehmen und Speckbohnen einwickeln.
Unser Thomas fehlte natürlich an allen Ecken und Enden - wie schon den ganzen Tag - mit Fotos und Sprachnachrichten hielten wir ihn auf dem Laufenden. War es doch der erste Mitarbeiter-Ausflug, bei dem nicht alle Mitarbeiter dabei waren…
Nachdem die ersten 4 Gänge serviert waren, begleitet von einheimischen Wein- und Biersorten, wurde unser Flo als Büroausflug-Quiz-Sieger gekürt und - gegen halb zwei (!) – kam das Dessert auf den Tisch. Alle waren satt… und ein wenig müde, aber sehr zufrieden – solch ein hohes Kochniveau muss uns erst jemand nachmachen. Die späte Stunde hielt uns jedoch nicht davon ab, das von Peter initiierte Foto-Quiz noch dranzuhängen: Jeder brachte ein paar Fotos aus seiner Kindheit und Jugendzeit und es musste erraten werden, wer das ist. Der Spaßfaktor war vorprogrammiert, denn nicht nur die durchaus interessanten Bilder, sondern auch die Geschichten rundherum ließen uns bis in die Tränen lachen. Irgendwann verschwanden die Frauen nacheinander in ihren Betten, während die Männer den Abend/die Nacht am Kickertisch ausklingeln ließen.
Ab 8:30 Uhr kam wieder Leben in die Bude: Bei Kaffeehausmusik und reichlich eingedeckter Tafel frühstückten wir gemütlich und ließen den Abend Revue passieren, bevor es leider schon wieder Abschied nehmen hieß - bis 11:00 Uhr musste alles gepackt und für den Heimweg gerichtet sein. Noch ein letztes Gruppenfoto in der Morgensonne und der Blütenpracht vor unserem malerischen Bauernhaus und wir machten uns auf den Weg…
Die Heimreise verlief nach dem gleichen Prinzip: zwei Autos, eine Richtung – eigentlich. Denn das Volvo-Team gab aus Versehen Germersheim und nicht Birkweiler als Navi-Ziel ein und das kostete uns einen kleinen Umweg, inkl. Umleitung wegen Tunnelsperrung. Ende gut, alles gut: Gegen 14:00 Uhr kamen wir auf dem Mitfahrerparkplatz in Birkweiler an und verteilten uns wieder so, dass jeder nach Hause fahren konnte.
Und das war er schon wieder – der Büroausflug 2025 in Metz und unsere dritte (gemeinsame) Begegnung mit la France. Nicht ohne Grund haben sich unsere Chefs von den hinterlassenen Eindrücken letzten Jahres verleiten lassen und uns ins benachbarte Frankreich mitgenommen – ein Land voller interessanter Architektur, Kultur, Geschichte und Moderne sowie genussvoller Küche.
Vielen Dank für das DÉJÀ-VU einer anderen Art…
Herzlich Willkommen zurück liebe Sabine!
Juli 2025